Aus der Praxis: Inklusive Sprachkursangebote - Wie die Stadt Nürnberg alle Menschen erreichen möchte
Sprachkurse sind ein wichtiger Zugang zu Bildung, Arbeit und gesellschaftlicher Teilhabe. Für Menschen mit Migrationsgeschichte und Beeinträchtigungen bestehen dabei jedoch häufig Barrieren. Darüber sprechen wir mit Saskia Rieger vom Bildungsbüro der Stadt Nürnberg. Als wissenschaftliche Mitarbeiterin beschäftigt sie sich im Rahmen des BMBFSFJ-geförderten Programms „Bildungskommunen“ unter anderem mit der Frage, wie inklusive Strukturen auf kommunaler Ebene weiterentwickelt werden können.
Im Interview richtet Saskia Rieger den Blick auf inklusive Sprachlernangebote und die Erfahrungen, die Nürnberg in diesem Bereich gesammelt hat. Sie berichtet, welche Gegebenheiten förderlich sind, damit Sprachlernangebote für unterschiedliche Menschen zugänglich sind, welche Hürden bestehen und an welchen Stellen Kommunen ansetzen können.
Dabei wird deutlich, dass es nicht allein um die Gestaltung einzelner Angebote geht. Auch Rahmenbedingungen, Zugänge und Kooperationen spielen eine wichtige Rolle. Das Gespräch zeigt Handlungsmöglichkeiten auf, die das kommunale Bildungsmanagement hat, um gemeinsam mit relevanten Akteur:innen inklusive Sprachangebote zu planen und umzusetzen.
Das Interview gibt damit einen praxisnahen Einblick in die kommunale Arbeit und greift zugleich Fragen auf, die auch für andere Kommunen relevant sind: Welche Strukturen braucht es für mehr Teilhabe im Spracherwerb? Und wie kann Inklusion als Querschnittsthema im kommunalen Bildungsmanagement verankert werden?
Hier geht es zum Interview mit Sakia Rieger vom Bildungsbüro der Stadt Nürnberg
Inklusion im kommunalen Bildungsmanagement
Eine inklusive Bildungslandschaft ist eine zentrale Voraussetzung für gleichberechtigte Teilhabe – unabhängig von Herkunft, Geschlecht, Bildung, Beeinträchtigung oder sozialer Lage. Dazu gehört, bestehende Barrieren zu erkennen und abzubauen sowie Zugänge zu Bildungsangeboten, Unterstützungsstrukturen und Beteiligungsmöglichkeiten für alle Bürger:innen zu stärken. Grundlage hierfür ist auch die UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK), die seit dem 26. März 2009 in Deutschland geltendes Recht ist und Kommunen verpflichtet, Inklusion als Menschenrecht lokal umzusetzen.
Das kommunale Bildungsmanagement kann hierbei eine wichtige Rolle übernehmen: Es bündelt Informationen, vernetzt relevante Akteur:innen und trägt dazu bei, Inklusion als grundlegendes Prinzip einer zukunftsfähigen kommunalen Bildungslandschaft zu verankern.
Kontakt
Laura Förste
0159 06742312
laura.foerste(at)reab-nrw.de
Stella Michel
0176 578 530 25
stella.michel(at)reab-nrw.de

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